Unser Gemüseacker

Ob die Vorbereitung des Bodens, die Aussaat, das Gießen, Unkraut jäten, Gemüse ernten oder auch die Verarbeitung der Erzeugnisse: das "Ackerprojekt" ist fest in unserem pädagogischen Alltag verankert. Dadurch werden die Kinder für diesen aufwändigen Prozess, welche gerade in Großstädten für Kinder nicht nachvollziehbar ist, sensibilisiert. Die Kinder entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass Gemüse nicht einfach aus dem Supermarkt kommt. Stattdessen stellen sie sich viele Fragen wie unter anderem: Wie oder wo wächst das Gemüse am besten? Wie lange brauchen Möhren und wie lange Kopfsalat? Wie kann man den Acker pflegen und welche Geräte werden dazu benötigt?

Bei Fragen können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

September 2021: Wir bepflanzen den Acker

In Kooperation mit der Gemüseackerdemie stand im September die Pflanzung auf unserem Acker an. Hierfür bekamen wir Jungpflanzen von Kohlrabi und Pekingkohl sowie Saatgut von Feldsalat, Radieschen, Stoppelrübe und Chinakohl. Wir besorgten uns Harken und Schaufeln und gruben Furchen für das Saatgut. Nachdem die Saatkörner einzeln verteilt wurden, wurden sie mit Erde leicht bedeckt und gegossen. Für die Pflanzung der Jungpflanzen gruben wir mit der Schaufel kleine Löcher, in denen die Jungpflanzen ihren Platz fanden. Dabei wurde stets darauf geachtet, dass lediglich die Wurzeln und nicht die Pflanzen von Erde bedeckt wurden.  

Mitten im Grabevorgang entdeckten wir ein paar Regenwürmer, die gerade dabei waren, die Erde für unseren Acker zu durchgraben. Während der Wurm auf der Hand betrachtet wurde, lernten die Kinder, dass Regenwürmer enorm wichtig für unseren Acker sind, denn sie lockern die Erde, indem sie die Erde aus den tieferen Bodenschichten durch ihren Darm zur Erdoberfläche befördern. Durch diese Lockerung der Erde kann das Wasser auch in tiefere Bodenschichten eindringen, was das Pflanzenwachstum unterstützt. Anschließend wurden die Regenwürmer in eine andere Ecke des Ackers gesetzt, damit sie dort in Ruhe weiter ihrer „Arbeit“ nachgehen konnten.  

 

Juni - Juli 2021: Ein neuer Zaun entsteht

Nachdem im Frühling in der Eifelstraße fleißig umgegraben und gepflanzt wurde, erstrahlt ab sofort der Acker der Eifelstraße in neuem Glanz. Denn in den vergangenen Wochen wurde im Kindergarten mit viel Kreativität und Tatendrang der neue Zaun, der den Acker letztendlich zu einem richtigen Hingucker macht, von den Kindern gestaltet. Blumen, bunte Kleckse, Formen, Muster und sogar Fußabdrücke der kleinsten "Eifelsträßler" sind auf dem neuen Zaun zu entdecken.

Gemalt wurde je nach Wetterlage drinnen oder draußen und fast jedes Kind hat sich auf dem Zaun künstlerisch verewigt. Voller Stolz kann die Eifelstraße nun ihren neuen prachtvollen Acker präsentieren. 

Mai 2021: Ackerfieber in der Eifelstraße

Es ist soweit. Mit langsamen Schritten meldet sich der Frühling aus dem Winterschlaf zurück. Die Kinder und ErzieherInnen der Eifelstraße waren nicht untätig und haben sich einem großen Projekt angenommen. Die Umgestaltung des Ackers. In den vergangenen Wochen wurde der bereits bestehende Acker dem Erdboden gleichgemacht. Die überschüssige Erde wurde zum Beispiel für zwei neue Kräuterbeete genutzt, bei denen die Kinder unterschiedliche Kräuter wie Salbei, Thymian, Minze oder Rosmarin einpflanzten. Auf dem Acker selbst konnten die Kinder ihre bereits erworbenen mathematischen Kenntnisse anwenden bzw. erweitern indem sie den ErzieherInnen, mit Zollstock und Kordel beim Ausmessen der Beete tatkräftig unter die Arme griffen. Im Anschluss wurden die Setzlinge, die von der „GemüseAckerdemie“ geliefert wurden eingepflanzt. Unteranderem Kohlrabi, Fenchel, Pflücksalate, Gurken, Kürbis, Zucchini und vieles mehr. Natürlich brauchen kleine Pflanzen viel Wasser und so versorgten die kleinen Ackerprofis ihre neunen Schützlinge mit reichlich Wasser. Eine „Schneckenpolizei“ wird sich in der kommenden Zeit um den Schutz der Pflanzen kümmern. Aber damit noch nicht genug. Das Projekt Acker geht weiter. Als nächstes steht ein Holzzaun auf dem Plan. Dieser wird gemeinsam mit den Kindern in der hauseigenen Werkstatt zugesägt und im Nachhinein künstlerisch gestaltet. Der Fantasie der Kinder wird dabei keine Grenzen gesetzt.

Es bleibt also spannend im Kindergarten Eifelstraße und die Vorfreude auf den neuen Acker ist groß.