Partizipation

Das Recht auf Partizipation ist festgelegt in der UN-Kinderrechtskonvention und beinhaltet das Recht auf selbstbestimmtes Aufwachsen – somit ist die Beteiligung der Kinder an der Gestaltung ihres Alltags selbstverständlich.

Die Wichtigkeit der Umsetzung dieses Rechtsanspruchs spiegelt sich in der FRÖBEL Rahmenkonzeption und den Fröbel Standards mit ihren verschiedenen Qualitätskriterien für unsere Arbeit wider. Sie ist verankert in unserem pädagogischen Leitbild und selbstverständlich in unserer eigenen Konzeption.

Partizipation als Haltung bedeutet für uns, Kinder als Experten ihrer Bedürfnisse und Interessen ernst zu nehmen und sie entwicklungsangemessen in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten.

Beispiele aus unserem Kindergartenalltag, wie wir diese Haltung leben:
  •      Der Tagesverlauf im Kindergarten beinhaltet Möglichkeiten der freien Wahl des Spiels (was           und mit wem), der Mahlzeiten (was und wieviel), des Ruhens (ob und wie lange)
  •      Kindern werden Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit zugetraut
  •      Kinder dürfen sich ausprobieren, Fehler machen, Rückschlüsse ziehen
  •      Mit der Neuwahl eines Kinderparlaments werden die Themen und Interessen der                           Gemeinschaft aufgegriffen und vertreten.
  •      Es gibt verschiedenen Methoden für Abstimmungen in der Gemeinschaft 
  •      Kinder dürfen sich beteiligen (z.B. an der Erarbeitung von Regeln) und sich beschweren
Was lernen Kinder im selbstbestimmten Leben innerhalb einer Gemeinschaft:
  •      Durch die Gestaltung des Alltags in der Gemeinschaft lernen Kinder, nicht nur ihre eigenen         Bedürfnisse zu erkennen, sondern auch die Perspektiven der anderen einzunehmen, deren         Wünsche wahrzunehmen, zu respektieren
  •      Dadurch, dass Kinder auch einmal überstimmt werden, wird die Frustrationstoleranz                     gefordert und gefördert
  •      Kinder lernen, sich mitzuteilen, sich auszudrücken, zu verhandeln und Lösungsmöglichkeiten       zu finden
  •      Sie lernen, Verantwortung für sich und ihre Entscheidungen zu tragen
  •      Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist wichtig für die Autonomieentwicklung des Kindes

Für das Miteinander in der Gemeinschaft sind Abläufe, Strukturen und Regeln wichtig und heben unsere Haltung nicht auf. Aber Regeln müssen für Kinder transparent und verständlich sein und bei der Aufstellung dieser muss Beteiligung ermöglicht werden – demokratisch werden Regeln gemeinsam geschaffen.